Fazit Südafrika

In 29 Tagen haben wir 4.700 km im südlichen Afrika zurückgelegt:
- Botswana 1.600 km 7 Tage
- Lesotho 600 km 4 Tage
- Südafrika 2.500 km 18 Tage

Alle drei Länder waren für mich top. Wir haben alle geplanten Sehenswürdigkeiten erleben dürfen. Das Okavangodelta mit Moremi, Khwai, Chobe haben wir nicht besucht. Dies können wir aber in Anbetracht der schwierigen und teuren Campingplatz-Buchungen verschmerzen.

Mein Fazit zu Südafrika:

Campingplätze:
Südafrika ist ein Paradies für Camper. Ausnahmslos war die Lage unserer Plätze hervorragend. Bei den Sanitäranlagen der öffentlichen Plätze muss man ein paar Abstriche machen. Auf fast allen Plätzen gab's Security-Beschäftigte und Zäune zur Grundstückssicherung - oft auch zur Baboon-Abwehr.

Landschaft:
Landschaftlich erinnern die Bundesstaaten Limpopo, Free State, Gauteng und KwaZulu Natal oft an Australien. Eukalyptusplantagen, Buschland, riesige Weideflächen, Viehwirtschaft. Allerdings ist Südafrika deutlich gebirgiger als Australien.

Wetter:
Im Oktober tags angenehmes Wetter, nachts südlich von Johannesburg kalt.

Lebensmittelversorgung:
Das Angebot in den großen Supermärkten ist hervorragend. Insbesondere hat uns das Angebot der Frische-Theke gefallen. Täglich wird dort vor Ort gekocht. Leckere Salate, Eintopf, Kohlgerichte (Cabbage), Pap (Maisbrei). Nicht so lecker ist der verbreitete Fat Cake (Hackfleisch im süßen Teigmantel). 

Internet:
Die 20 GB für 30 Tage von Vodacom waren ausreichend. Empfang war in der Regel da.


Straßen:
Mit Potholes (Schlaglöchern) ist auf den Landstraßen ständig zu rechnen. Es gibt sie in den Ausführungen von 5 cm bis 50 cm Tiefe. Bodenschwellen sind sehr beliebt, auch im Baustellen. Oft weist ein Schild darauf hin, oft auch nicht. Baustellen können sehr lang sein. Deren Bestand ist auf Jahre ausgelegt.

Tourismus:
Im Oktober gab's nur sehr wenig Touristen.

Politik:
Die sogenannte BEE Black Economic Empowerment ist eine Politik zur wirtschaftlichen Stärkung der schwarzen Bevölkerung. Im Mittelpunkt steht hier das sogenannte Scorecard-System, deren Punktesystem die weisse Bevölkerung benachteiligt und die schwarze bevorteilt. Letztlich ist es eine Diskriminierung der weißen Bevölkerung. Die Ermordung von weißen Farmern wurde uns von südafrikanische Touristen bestätigt. Es handelt sich aber nicht um einen Genozid, sondern um Überfälle, Raubüberfall (farm attacks) auf Farmen, auch auf schwarze Farmer. Der Anteil der weißen Bevölkerung beträgt derzeit 7,3% (4,5 Mio.), wobei mit 16% das Westkap den höchsten weißen Anteil hat.
Der ehemals starke ANC ist mittlerweile auf andere politische Parteien zur Regierungsbildung angewiesen. Dies fördert die Zerstrittenheit, wirtschaftliche und soziale Spannungen, Korruption.

Tiere:
Ausser rotzfreche Baboons haben wir nur wenige Tiere gesehen. Nördlich von Johannesburg gibt's aber reichlich Game Reserves für Safaris und zur Jagd.

Mahai Campsites 

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