Camelroc Guest Farm-Irgendwo

Dienstag, 20.10.2026 - Camelroc Guest Farm-Irgendwo - 195 km, Fahrzeit 7,5 Stunden - sonnig, 5-20 Grad

Selten hab ich eine so kalte Nacht im Zelt erlebt. Das Thermometer des Hilux zeigt um 07:00 6 Grad an. 
Um 08:00 sind wir an der Grenze zu Lesotho. 10 Minuten später haben wir den Ausreisestempel, am Gate wird noch das Auto ausgecheckt. Kurz über den Caledon-River und im lesothischen Grenzgebäude den Einreisestempel abholen, eine freundliche Mitarbeiterin der Tourismusbehörde kassiert 60 Rand Gebühr und am Gate zahlen wir nochmal 120 Rand Straßenbenutzungsgebühr. Nach 20 Minuten sind wir in Lesotho. Bei einem Straßenverkäufer kaufen wir noch eine SIM-Card von Vodacom für 360 Rand/10 GB. Die Registrierung mittels des Reisepasses erledigt der Straßenverkäufer routiniert. 
Ab geht's ins super quirlige Butha-Buthe, der Bezirkshaupstadt. Ein Dorf folgt dem anderen. Entlang der Straße laufen überall Leute, Taxen halten nach Kundschaft aus. Unterwegs unterhalten wir uns mit zwei Dorfbewohnernn, deren Englisch aber sehr basic ist - trotzdem ist's sehr lustig mit den beiden. Statt der angebotenen Kekse nehmen sie gern die ganze Packung. Die Berge werden höher, denn es geht hinauf zum Mafika Pass (3.090 hm). Dann runter zum Staudamm 'Katse Dam'. Die Bremsen unseres Hilux qualmen auf der Fahrt bergab. Nach der Wasserkühlung mit 2 Liter Wasser geht's weiter. Rauf und runter extrem - mit mind. 10-15 % Steigung. 
Den angepeilten Campingplatz am Katse Dam gibt's nicht mehr, auch die Lodge dort scheint Geschichte zu sein. Also geht's weiter. Bis zum nächsten Ort liegen 60 km übelste Gravelroad vor uns. Die Straße ist teilweise vollkommen ausgewaschen, eine Brücke über eine Bach existiert nicht mehr. Die Bachdurchfahrt ist aber unkritisch. Nach 2,5 Stunden haben wir 30 km geschafft. An einem Bach hinter ein paar Büschen ist für heute Schluss.
Das war sicherlich heute der ereignisreichste Tag unserer Reise. Unfassbar, wie die Leute hier in dieser rauen, spektakulären Landschaft leben. Pferde, Kühe, Schafe, Landwirtschaft, Ochsen ziehen den Pflug, in Decken gehüllte Hirten bewachen die Herden. Die Landschaft erinnert sehr an Kirgistan. Statt Yurten gibt's hier halt die Rundhütten.
Ach, und das Internet funktioniert hier im irgendwo genauso gut wie in Kirgistan.

Richtung Katse Dam 

nette Dorfbewohner 

Mafika Pass 

Mafika Pass 


Mafika Pass 

echte Handarbeit 

Katse Dam 



eins der vielen Dörfer

Wild-Camping 

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