Kefalonia - von Poros nach Sami

Mittwoch, 20.05.2026 - Poros-Kato Kateleios - 50 km - sonnig, 23 Grad 

Mein Gastgeber verabschiedet mich herzlich. Um Gäste bemüht sind die Griechen ja. 
Die flache Küstenstrasse nach Scala entpuppt sich als Achterbahnstrecke. Rauf und runter. Scala ist ein Nobel-Touristen-Örtchen. Alles sehr gepflegt und sauber. Mein Tageziel Kato Kateleios ist da etwas bescheidener. Meine Unterkunft Efosini Village ist voll in englischer Rentner-Hand und ist gern auch im Selfdrive-Rollstuhl unterwegs. Die freundliche Mitarbeiterin lässt mich schon um 10:00 einchecken. 
So kann ich noch die Gegend mit dem Rad erkunden. Es ist unglaublich hügelig. Die Küstenstrasse ist so auf 200 hm. Da wird der Strandbesuch schon mal anstrengend.
Abends kann ich meine Englisch-Kenntnisse auffrischen. Jeder englische Gast quatscht mich vor meiner Terasse an. Die Unterkunft ist so naja, Krabbeltiere ohne Ende, Würmer, Asseln, Tausendfüssler, Spinnen.... Ach ja, einen Hahn gibt's auch in der Nachbarschaft. Er wird nachts durch einen Dauer-Kläffer abgelöst.

Donnerstag und Freitag hab ich einen Mietwagen. Der Autovermieter Venus hat seine Vermietung grad auf der anderen Straßenseite. 90 € und ein Fiat Panda ist mir. Damit lässt sich die Insel bequem erkunden. 2,40 € kostet der Liter bleifrei, also deutlich mehr als bei uns. Die Strecke in den noch viel ruhigeren Norden der Insel geht über kleinste Strässchen, nur bei der Inselhauptstadt Argostoli gibt's einen kurzen 4spurigen Ausbau. Allerdings fahren dort auch Selfdrive-Rollstühle. Das Highligt ist der Myrtos Beach. Das türkisfarbene Meer strahlt auch bei bedecktem Himmel.

nach Kato Kateleios - Blick auf Zakynthos

Friedhof in Toplage

Kato Kateleios - mein Tagesziel 

unterwegs mit dem Mietwagen - Blick auf Argostoli 

Myrtos Beach


Argostoli 



Samstag, 23.05.2026 - Kato Kateleios-Sami - 40 km, 700 hm - bewölkt, sonnig, 25 Grad

07:45 Abfahrt. Meine englischen Mitbewohner schlafen noch. Heute geht's nach Sami, dem Fährhafen zurück auf's Festland, nach Astakos. Zunächst aber 250 hm rauf nach Pastras mit Anstiegen jenseits der 10%, wieder runter auf 70 hm und wieder 450 hm rauf. Ruhige Straßen, kleine Örtchen - die meisten Häuser machen einen unbewohnten Eindruck, alles sehr grün, einfach schön. Oben angekommen schenkt ein Bauer mir ne Handvoll Kirschen - einfach so ohne Worte.

Samis ist deutlich größer als das beschauliche Poros. Sehr touristisch, sehr gepflegt, fjordähnliche tolle Lage gegenüber der Insel Ithaka. Zu dieser Jahreszeit fast kitschig schön. Die hier ankernden Yachten kann man schon als dekadent bezeichnen.

Bei Ionion Pelagos Lines kaufe ich mir für morgen ein Fährticket nach Astakos, also zurück auf's Festland - 21 €. Diesmal kostet das Rad 8 €.

Meine Unterkunft Cavaliere Seafront liegt direkt am Hafen, ist tiptop mit Küche, Bad, Balkon, AC.

Mein Zwischen-Fazit:
Vielleicht lag's am Wetter, der Peloponnes ist etwas rauer, manchmal ärmlich. Kefalonia ist da deutlich touristischer, landschaftlich sehr schön und überwiegend in englischer Hand. 
Die Griechen sind bisher ausnahmslos super freundlich, aufmerksam und immer für einen Smalltalk offen. Meiner Meinung schlagen sie hiermit noch die Türken.

ein Teich bei Tzanata

wo's rauf geht, geht's auch wieder runter

eine ruhige Strecke...

... nach Sami

der Aufstieg wird belohnt 


Sami

Sami

Sami - Richtung Antisamos

Blick vom Apartment-Balkon 

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