Zacharo-Poros (Kefalonia)

Sonntag, 17.05.2026 - Zacharo-Arkoudi - 80 km - bewölkt, später sonnig, 22 Grad, NW-Wind

07:15 fertig zur Abfahrt. Alle Hähne krächzen ein Tschüss zum Abschied. 
Bis Pyrgos ist's landschaftlich schön. Ein Feldweg führt wieder zeitweise entlang der stillgelegten Bahntrasse. Allerdings ist hier die Hundepopulation besonders hoch. Einer springt mir kläffend fast aufs Rad. Aber beißen wollte er nicht. Pyrgos ist ziemlich hässlich und würde ich der Ausschilderung dort folgen, würde ich mich dort noch immer im Kreis bewegen. Nach Pyrgos wird's landschaftlich öde und die N9 wird wechselnd 1- bis 2spurig. Bei 1spuriger Straßenführung wird's für mich und einen LKW zu eng, sodass ich mich in die Büsche quetschen muss. Zum Glück ist heute am Sonntag so gut wie kein Verkehr. Im Örtchen Sabalia bieg ich auf eine kleine Landstraße Richtung Westen ab. Die Straße wird zum Feldweg welcher irgendwann durch den Dünenwald führt. Sehr schön.
In Arkoudi gönne ich mir ein Sonntag-Mittagessen. Griechischer Salat mit Steak und Pommes. Der Chef spricht deutsch, da er schon 2mal mit einer deutschsprachigen Frau verheiratet war. Ein Landwirt aus Eisenach und seine Frau unterhalten mich beim Essen.
Mein Apartment Studios Georgias ist tippitoppi, frisch renoviert, mit Küche, Bad, Schlafzimmer, Balkon mit Blick auf's Meer. Ich bin der einzige Gast. Die Mitarbeiterin des Hauses verbringt den ganzen Tag mit ihrem Smartphone im Hinterhof. Es muss ihr schrecklich langweilig sein. 
Arkoudi ist sehr übersichtlich und wartet auf die Touristen. Ein Mini-Market hat bereits geöffnet. Um 19:00 Uhr ist Arkoudi ausgestorben. Die wenigen Touristen sind in ihren AllInclusive-Hotels ausserhalb des Ortes verschwunden.

Ein Pfau im Morgentau

Nationalstrasse N9

20 km vorm Tagesziel...

... geht's durch den Dünenwald 

Sonntagstisch 

Blick vom Balkon meines Appartements 



Dienstag, 19.05.2026 - Arkoudi-Poros(Kefalonia) - 20 km - sonnig, 21 Grad 

Die freundliche Mitarbeiterin des Appartementhauses verabschiedet mich um 08:00. Ob sie die Nacht im Hinterhof verbracht hat, hab ich mangels Griechischkenntnisse nicht herausgefunden. 
Es geht auf bester, ruhiger Straße rauf nach Kastro, ein Örtchen mit einer Burg. Selbst im Ort macht mich so eine blöde Dorftöle von Hund an. Eine kurze Abfahrt und ich bin im Fährhafen von Kyllini. Levante Ferries fährt um 12:15 nach Kefalonia, Poros. 14,50 € kostet die 1,5 stündige Fährtfahrt. Das Fahrrad kostet nix. Die Fähre macht einen top Eindruck. Eine geführte E-Bike-Gruppe, Ü60, erreicht auf den letzten Drücker die Fähre. Hoffentlich werde ich nicht mal in so einer Gruppe reisen müssen.
Der Fährhafen Poros liegt wunderschön. Türkisfarbenes Wasser, aufgeräumtes, touristisches Örtchen mit zaghaft ein paar mehr Touristen.
Meine Unterkunft ist so 3 minus, dunkel und ohne irgendwas - ausser dem Bett. Mobiliar war wohl ausverkauft.

Kastro

Kyllini Fährhafen - auf nach Kefalonia, Poros

Kyllini 

Am Ziel - Fährhafen Poros

Poros - Strandpromenade 

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