Sonntag, 14.06.2026 - Rovigo-Zevio - 92 km - sonnig Schleierwolken, 30 Grad
Nun geht's entlang dem Fluss Etsch nordwestwärts. Landschaftlich ist's wie gestern auf dem Po-Radweg. Also eigentlich nichts besonders, fast wie auf dem Rheinradweg, nur viel ruhiger.
Meine sehr schöne Unterkunft Agriturismo Corte Ruffoni in Zevio liegt noch im Ort, aber total ruhig. Der Besitzer erklärt recht stolz den Werdegang seiner Immobilie. Die Schwiegertochter spricht deutsch.
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| viel Gegend |
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| Agriturismo Corte Ruffoni - ich bin der einzige Gast |
Montag, 15.06.2026 - Zevio-Rovereto - 106 km, 650 hm - sonnig, 30 Grad
07:00 Abfahrt nach Verona. 16 km später bin ich da. Schick, teuer und voller Kultur. Ab Verona geht's auf dem Radweg Via Claudia Augusta ins Etschtal. Zunächst führt der am Canale Biffis entlang. Könnte ein Panorama-Radweg sein; die Sicht wird aber durch Gebüsch ziemlich eingeschränkt. Ein kleiner Hügel, der Monte Rocca, liegt auf dem Weg. Ansonsten geht's rauf und runter, mal links der Etsch, mal rechts der Etsch. Das Etschtal teilen sich zwei Nationalstrassen, die Autobahn, die Bahnstrecke, der Canal Biffis und die Etsch. Das Tal ist also gestoppte voll.
Reiseradler gibt's reichlich. Nichtsdestotrotz ist es landschaftlich sehr schön.
Heute übernachte ich bei Königs, besser im Relais Palazzo Lodron. Die Unterkunft liegt am Hang mit 15% Steigung. Bei der Ankunft läuft mir die Brühe in Strömen. Das hält die 'Hofdame' aber nicht ab, einen ewigen Vortrag über die Geschichte der Lodrons abzureissen. Nach gefühlt einer halben Stunde darf ich endlich auf's Zimmer.
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| Verona ... |
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| ... chic und teuer |
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| Monte Rocca ... |
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| ... der einzige Hügel heute |
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| Relais Palazzo Lodron |
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| Balkonblick |
Dienstag, 16.06.2026 - Rovereto-Bozen - 95 km - sonnig, bewölkt, 29 Grad
07:00 Das Palazzo schläft noch, aber die 'Hofdame' hatte mir ja gestern ausführlich den Self-Check-Out erklärt. Während das Palazzo noch vor sich hin träumt, ist die Autobahn gen Brenner schon gut gefüllt. Es ist so laut, dass sich die Singvögel anschreien müssen. Bis 09:00 ist der Radweg kaum frequentiert, danach sind Rennradfahrer, unzählige Reiseradler unterwegs. Mittlerweile ist der Radweg ein Deluxe-Radweg. Abbiegespuren, perfekte Markierungen, feinster Asphalt, stimmige Ausschilderungen. Häuser, Gärten, Obstplantagen sind gepflegt.
In Neumarkt wird's deutschsprachig und die Radlerdichte steigert sich enorm. Kugelbauch auf E-Bike. Ich würde sagen 80% sind elektrisch unterwegs.
Meine Unterkunft liegt 10 km nördlich von Bozen in Terlan und ist im 80er Jahrestil, aber ok.
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| Sonnenaufgang |
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