Torre a Mare - Marina di Vasto
Mittwoch, 03.06.2026 Torre a Mare-Margherita di Savoia - 100 km - bewölkt, Gewitter
Am Abend scheint sich der gesamte Ort vor meiner Appartement-Tür zu versammeln. Um 06:00 bei meiner Abfahrt ist die Müllabfuhr dabei den abendlichen Feiertagsmüll zu beseitigen. Auch einige Privatleute sammeln den Müll ein.
Weiter geht's nordwärts, erstmal nach Bari. In Bari geht's entlang der Uferpromenade. Danach endet die Bikeroute an einem Bach im Nirwana. Die Ausweichstrecke ist eine Herausforderung: zwei Bahngleise und die Autobahn müssen irgendwie umfahren werden. So lande ich irgendwann am Flughafen. An einer Bahnschranke warte ich auf die Schrankenöffnung glatte 20 Minuten.
Ab nun verzichte ich auf den zuvor geplanten GPS-Track und fahre lieber auf regulären Landstraßen. Dies ist aber auch nicht narrensicher, denn eine Landstraße ist komplett gesperrt. Die Barriere ist bei bestem Willen nicht zu überwinden. Also wieder Bahnstrecken und Autobahnen umfahren.
Die Städte auf meiner heutigen Route sind nicht mehr so touristisch, aber wuselig ohne Ende.
Rentner Gerd ist mit seinem Van unterwegs und sucht eine Werkstatt für seine eingeschlagene Autoscheibe. Ihm wurden auf einem Parkplatz ein paar Sachen aus seinem Van geklaut.
Mein Tagesziel Margherita di Savoia ist noch ganz am Anfang der Saison. Die meisten Café, Restaurants, Geschäfte sind geschlossen. So macht der Ort einen ziemlich toten Eindruck. Am familia Supermarkt treff ich einen bayerischen Radler. Er redet ohne Unterlass, von dem ich aufgrund seines Dialekts kaum etwas verstehe. Von seinem Aussehen könnte er auch ein homeless sein.
Mein Appartement ist ein ganzes Haus über 4 Etagen: Erdgeschoss, Obergeschoss mit Küche, 2. OG mit Schlafzimmer, 3. OG Terrasse. Die Vermieterin gibt eine Einweisung auf italienisch, die ich aber nicht verstehe.
Donnerstag, 04.06.2026 - Margherita di Savoia-Lesina - 114 km - sonnig, 25 Grad, NW-Wind mit Böen bis zu 40 km/h
06:30. Es geht nach NW durch's Inland. Dooferweise kommt da der Wind her. Zunächst aber geht's entlang Salinenbecken zur Salzgewinnung. In der Ferne sind Flamingos zu sehen. Danach gibt's auf 90 km keine Ortschaften, keine Tanke, nix ausser Getreidefelder, Olivenbäume, Aprikosenbäume, Gemüsefelder. Landwirtschaft endlos. Die kleinen Gehöfte scheinen alle verlassen zu sein. Mittlerweile bin ich auf dem kleinen Kettenblatt gelandet, so stark ist der Gegenwind. Nach 90 km erreiche ich Apricena grad noch rechtzeitig bevor die einzige Bar schließt. Zwei Cola gönn ich mir. Der Radweg, Ciclovia Adriatica, ist ab hier perfekt ausgebaut.
In Lesina, meinem Tagesziel, ist Mittagsruhe, alles ist zu, keine Menschenseele da.
Meine Appartement-Vermieterin meint, vielleicht öffnet ein Mini-Market gegen 19:00 nochmal. Obwohl heute am Fronleichnam kein Feiertag in Italien ist, bleiben die Läden zu. Ein geöffnetes Restaurant gibt's auch nicht.
Merkwürdig nach den Tagen mit Überangebot zuvor.
Freitag, 05.06.2926 - Lesina-Marina di Vasto - 100 km - sonnig, bewölkt, 27 Grad
06:30 - der Wind steht gut, er kommt von Westen, also Seitenwind heute. Die Strecke auf der SS16 weiter nordwärts ist unspektakulär. Breiter Seitenstreifen, moderater Verkehr. Leider kann man den Strand zur Linken nicht erreichen. Zwischen Straße und Strand führen Bahngleise und die sind hermetisch abgeschottet.
In Termoli, einem Fährhafen, treffe ich den bayerischen Homeless-Radler von vorgestern wieder. Er nuschelt wieder ohne Unterlass vor sich hin. Glaube, er ist ein wenig verwirrt.
Danach ist die SS16 gesperrt. Die Barriere ist definitiv nicht zu umgehen. Also geht's ins Inland die Hügel rauf und bei San Salvo die Hügel wieder runter.
Am Tagesziel in Marina di Vasto um 13:00 macht der Ort grad wieder Mittagspause. Alles ist dicht und zu.
Ein Lidl in Vasto (150 hm oberhalb) hat geöffnet. Dort bekommt man, was das Touristenherz begehrt.
Marina di Vasto ist wie alle Orte zuvor ein Badeort mit vielen Lidos, aber wenig touristischer Infrastruktur. Die Appartements und Hotels leer, Restaurants geschlossen. Alles dicht an dicht gebaut. Ich frag mich, wann hier die Saison starten will. Wenn sie denn starten sollte, möchte ich allerdings nicht hier sein. Ein Strandbesuch in einem der Lidos mit den akurat aufgestellten Sonnenschirmen kann nur schrecklich sein. Ich kann kaum glauben, dass dieser 60er Jahrestil noch lange überleben kann. Natur, Entspannung oder Erholung muss man hier suchen.
Am Abend scheint sich der gesamte Ort vor meiner Appartement-Tür zu versammeln. Um 06:00 bei meiner Abfahrt ist die Müllabfuhr dabei den abendlichen Feiertagsmüll zu beseitigen. Auch einige Privatleute sammeln den Müll ein.
Weiter geht's nordwärts, erstmal nach Bari. In Bari geht's entlang der Uferpromenade. Danach endet die Bikeroute an einem Bach im Nirwana. Die Ausweichstrecke ist eine Herausforderung: zwei Bahngleise und die Autobahn müssen irgendwie umfahren werden. So lande ich irgendwann am Flughafen. An einer Bahnschranke warte ich auf die Schrankenöffnung glatte 20 Minuten.
Ab nun verzichte ich auf den zuvor geplanten GPS-Track und fahre lieber auf regulären Landstraßen. Dies ist aber auch nicht narrensicher, denn eine Landstraße ist komplett gesperrt. Die Barriere ist bei bestem Willen nicht zu überwinden. Also wieder Bahnstrecken und Autobahnen umfahren.
Die Städte auf meiner heutigen Route sind nicht mehr so touristisch, aber wuselig ohne Ende.
Rentner Gerd ist mit seinem Van unterwegs und sucht eine Werkstatt für seine eingeschlagene Autoscheibe. Ihm wurden auf einem Parkplatz ein paar Sachen aus seinem Van geklaut.
Mein Tagesziel Margherita di Savoia ist noch ganz am Anfang der Saison. Die meisten Café, Restaurants, Geschäfte sind geschlossen. So macht der Ort einen ziemlich toten Eindruck. Am familia Supermarkt treff ich einen bayerischen Radler. Er redet ohne Unterlass, von dem ich aufgrund seines Dialekts kaum etwas verstehe. Von seinem Aussehen könnte er auch ein homeless sein.
Mein Appartement ist ein ganzes Haus über 4 Etagen: Erdgeschoss, Obergeschoss mit Küche, 2. OG mit Schlafzimmer, 3. OG Terrasse. Die Vermieterin gibt eine Einweisung auf italienisch, die ich aber nicht verstehe.
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| Bari |
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| Bari |
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| Margherita di Savoia - Blick vom Balkon |
Donnerstag, 04.06.2026 - Margherita di Savoia-Lesina - 114 km - sonnig, 25 Grad, NW-Wind mit Böen bis zu 40 km/h
06:30. Es geht nach NW durch's Inland. Dooferweise kommt da der Wind her. Zunächst aber geht's entlang Salinenbecken zur Salzgewinnung. In der Ferne sind Flamingos zu sehen. Danach gibt's auf 90 km keine Ortschaften, keine Tanke, nix ausser Getreidefelder, Olivenbäume, Aprikosenbäume, Gemüsefelder. Landwirtschaft endlos. Die kleinen Gehöfte scheinen alle verlassen zu sein. Mittlerweile bin ich auf dem kleinen Kettenblatt gelandet, so stark ist der Gegenwind. Nach 90 km erreiche ich Apricena grad noch rechtzeitig bevor die einzige Bar schließt. Zwei Cola gönn ich mir. Der Radweg, Ciclovia Adriatica, ist ab hier perfekt ausgebaut.
In Lesina, meinem Tagesziel, ist Mittagsruhe, alles ist zu, keine Menschenseele da.
Meine Appartement-Vermieterin meint, vielleicht öffnet ein Mini-Market gegen 19:00 nochmal. Obwohl heute am Fronleichnam kein Feiertag in Italien ist, bleiben die Läden zu. Ein geöffnetes Restaurant gibt's auch nicht.
Merkwürdig nach den Tagen mit Überangebot zuvor.
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| 90 km - kaum Verkehr ... |
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| ... und nix als Ackerbau |
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| Lesina - Blick von der Appartement-Terasse |
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| Lesina - Blick von der Appartement-Terasse |
Freitag, 05.06.2926 - Lesina-Marina di Vasto - 100 km - sonnig, bewölkt, 27 Grad
06:30 - der Wind steht gut, er kommt von Westen, also Seitenwind heute. Die Strecke auf der SS16 weiter nordwärts ist unspektakulär. Breiter Seitenstreifen, moderater Verkehr. Leider kann man den Strand zur Linken nicht erreichen. Zwischen Straße und Strand führen Bahngleise und die sind hermetisch abgeschottet.
In Termoli, einem Fährhafen, treffe ich den bayerischen Homeless-Radler von vorgestern wieder. Er nuschelt wieder ohne Unterlass vor sich hin. Glaube, er ist ein wenig verwirrt.
Danach ist die SS16 gesperrt. Die Barriere ist definitiv nicht zu umgehen. Also geht's ins Inland die Hügel rauf und bei San Salvo die Hügel wieder runter.
Am Tagesziel in Marina di Vasto um 13:00 macht der Ort grad wieder Mittagspause. Alles ist dicht und zu.
Ein Lidl in Vasto (150 hm oberhalb) hat geöffnet. Dort bekommt man, was das Touristenherz begehrt.
Marina di Vasto ist wie alle Orte zuvor ein Badeort mit vielen Lidos, aber wenig touristischer Infrastruktur. Die Appartements und Hotels leer, Restaurants geschlossen. Alles dicht an dicht gebaut. Ich frag mich, wann hier die Saison starten will. Wenn sie denn starten sollte, möchte ich allerdings nicht hier sein. Ein Strandbesuch in einem der Lidos mit den akurat aufgestellten Sonnenschirmen kann nur schrecklich sein. Ich kann kaum glauben, dass dieser 60er Jahrestil noch lange überleben kann. Natur, Entspannung oder Erholung muss man hier suchen.
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| schlimmer wäre es bei voller Belegung |
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| kleiner Umweg . . |
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| ... über die Hügel |
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| Blick von Vasto auf Marina di Vasto |
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